Vom Reis bis zum Nachtisch

Reis heißt , und das Zeichen bildet ihn ab: Körner zu beiden Seiten eines Strichs. Aber Vorsicht, war nicht immer der Reis. Das 说文解字 Shuōwén jiězì definiert es als „das Korn der Hirse“: Im alten Nordchina war das Getreide des Alltags die Hirse, die man heute 小米 xiǎomǐ nennt, wörtlich „kleines Korn“. bezeichnet eigentlich jedes geschälte, kochfertige Korn, und der Reis hat das Wort übernommen, als er den ersten Platz einnahm. (Seit einem Jahrhundert ist auch der Meter: Es ist die erste Silbe von 米突 mǐtū, einer Transkription des französischen „mètre“.) Diese Seite schließt „Lebensmittel“ ab, nach Obst, Gemüse und Fleisch und Fisch.

Man spricht von den „fünf Getreidearten“, 五谷 wǔgǔ, aber über die Liste ist sich niemand einig. Je nach Kommentator steht der Reis darauf, oder an seiner Stelle der Hanf. Eine Pflanze kehrt in allen Listen wieder, und sie ist kein Getreide: shū, die Sojabohne. Deshalb steht der Tofu auf dieser Seite. Im 18. Kapitel der Gespräche wirft ein alter Bauer den Schülern des Konfuzius vor, die fünf Getreidearten nicht unterscheiden zu können, 五谷不分. Der Vorwurf trifft ein wenig alle Gelehrten.

Gern stellt man den Süden, der Reis isst, dem Norden gegenüber, der Weizen isst: 南米北面. Die Grenze folgt ungefähr dem Qinling-Gebirge und dem Huai-Fluss. Das miàn des Nordens, das sind Mehl und Nudeln. Beachten Sie nebenbei, dass auch das Gesicht ist, das von 面子 miànzi. Es sind zwei verschiedene Wörter, die die Vereinfachung zu einem einzigen Zeichen verschmolzen hat: Mehl schrieb man , mit dem Radikal des Weizens, . In Taiwan isst man also immer noch . In Peking isst man „Gesichter“.

Im Norden ist das 馒头 mántou ein Dampfbrot ohne alles, und das 包子 bāozi ist gefüllt: heißt „einwickeln“. Aber in Shanghai nennt man noch heute kleine gefüllte Brötchen 馒头. Zur Herkunft gibt es eine hartnäckige Legende, die das 馒头 auf 诸葛亮 Zhūgě Liàng zurückführt: Auf einem Feldzug im Süden soll er die Menschenköpfe, die man dem Geist eines Flusses opferte, durch Köpfe aus Teig ersetzt haben. Die Erzählung stammt aus der Song-Zeit, acht Jahrhunderte nach den Ereignissen, und das Wortspiel mit 蛮头, „Barbarenkopf“, ist wohl noch später dazugekommen. Eine schöne Geschichte, mehr nicht.

Auch der 豆腐 dòufu hat seinen legendären Erfinder: 刘安 Liú Ān, Fürst von Huainan im 2. Jahrhundert v. Chr., der das Elixier der Unsterblichkeit suchte. 朱熹 Zhū Xī berichtet diese Überlieferung schon im 12. Jahrhundert. Der erste Text, der den Tofu nennt, stammt dagegen erst aus dem 10. Jahrhundert: Dort liest man, dass die Bewohner eines Bezirks ihn mangels Fleisch 小宰羊 nannten, „das kleine Schlachtschaf“. Was das von 豆腐 angeht, so heißt es „verfault“, was niemanden abgeschreckt hat; ich glaube, man muss darin eher eine weiche, geronnene Masse hören, aber sicher bin ich mir nicht. Der 臭豆腐 chòudòufu, „stinkend“ + 豆腐 „Tofu“ ⟶ „Stinktofu“, steht ohne Umschweife zu seinem Namen.

Das Ei heißt heute 鸡蛋 jīdàn, „Hühnerei“, aber die klassische Sprache sagte luǎn, das man in 以卵击石 yǐ luǎn jī shí wiederfindet, ein Ei gegen einen Stein werfen. Das 皮蛋 pídàn ist das „Jahrhundertei“ der Speisekarten: In Wirklichkeit reift es nur einige Wochen, umhüllt von Lehm, Asche und Kalk. Das Tee-Ei, 茶叶蛋 cháyèdàn, wird in jedem Minimarkt verkauft, stundenlang in Tee und Sojasauce gekocht.

Ein Sprichwort zählt die „sieben Dinge“ auf, die ein Haushalt jeden Morgen braucht: 柴米油盐酱醋茶, Brennholz, Reis, Öl, Salz, Sauce, Essig und Tee. Das Salz, yán, war schon unter den Han ein Staatsmonopol. Der Zucker, táng, hat eine erstaunlichere Geschichte: 647 schickte Kaiser Taizong der Tang Gesandte nach Indien, um die Technik des gekochten Zuckers zu lernen, und die Annalen fügen nicht ohne Stolz hinzu, dass der Zucker aus Yangzhou das Vorbild bald übertraf. Das in 酱油 jiàngyóu, der Sojasauce, war übrigens zuerst eine fermentierte Paste aus Fleisch oder Fisch. Die Sojabohne kam erst später.

Die Milch, 牛奶 niúnǎi, ist der Küche der Han lange fremd geblieben, und viele chinesische Erwachsene vertragen die Laktose, 乳糖 rǔtáng, schlecht. Aber China kannte durchaus Milchprodukte: Der Hof der Tang liebte Rahmspeisen und Butterarten aus der Steppe. Die feinste davon, das 醍醐 tíhú, hat dem Buddhismus sogar ein Bild des Erwachens geliefert, 醍醐灌顶, „geklärte Butter über den Scheitel gießen“. Heute trinkt man in Peking den Joghurt, 酸奶 suānnǎi, wörtlich „saure Milch“, mit dem Strohhalm aus Steinguttöpfchen.

Eine chinesische Mahlzeit endet nicht mit einem Nachtisch. Süßes isst man für sich: als 点心 diǎnxin am frühen Morgen oder zur Teestunde, als süße Suppen im Süden, als Naschereien zwischen den Mahlzeiten. Was an festen Tagen gegessen wird, die Teigtaschen, die Klebreisbällchen, die Mondkuchen, steht auf unserer Seite Feste. 点心, wörtlich „das Herz berühren“, wäre das, was man hinunterschluckt, um bis zur Mahlzeit durchzuhalten; die Erklärung ist plausibel, mehr nicht. Das Wort 甜点 tiándiǎn kam mit dem Essen nach westlicher Art und seinen Kuchen, den 蛋糕 dàngāo, „Ei“ + „Mehlkuchen“ ⟶ der Kuchen.

Die Alltagssprache ist voller Reis. Eine Stelle auf Lebenszeit ist eine 铁饭碗 tiěfànwǎn, wörtlich „eiserne Reisschale“ ⟶ eine Schale, die nicht zerbricht; die Reformen der 1990er-Jahre haben trotzdem viele davon zerbrochen. Der Mann, der sich von seiner Partnerin aushalten lässt, „isst weichen Reis“, 吃软饭 chī ruǎnfàn. Und wer vorbeikommt, ohne sich einzumischen, sagt, er sei nur zum 打酱油 dǎ jiàngyóu gekommen, „um Sojasauce zu kaufen“: Das ist die berühmt gewordene Antwort eines Passanten, den 2008 ein Fernsehsender in Guangzhou befragte. 加油 jiāyóu, „Öl nachgießen“, ist der Ruf aller Stadien. Die Öllampe oder der Motor? Niemand weiß wirklich, woher er kommt.

Zwei Verse, die jedes Schulkind auswendig kann, erinnern daran, woher die Schale Reis kommt: 谁知盘中餐,粒粒皆辛苦, „wer weiß, dass auf dem Teller jedes Korn Mühe gekostet hat?“ Es ist der Schluss eines Vierzeilers von 李绅 Lǐ Shēn, den wir auf der Seite Mitgefühl mit den Bauern vorstellen. Man erzählt, der Dichter habe als Minister im größten Luxus gelebt; die Anekdote ist spät, und ich gebe sie ohne Gewähr wieder. 陶渊明 Táo Yuānmíng dagegen hat Wort gehalten: Als Vorsteher eines kleinen Kreises trat er lieber zurück, als sich vor einem Inspektor zu verneigen, und weigerte sich, wie er sagt, „für fünf Scheffel Reis den Rücken zu krümmen“, 不为五斗米折腰. Sein Gehalt war Getreide.

Der letzte Satz der Liste stammt aus dem 6. Kapitel der Gespräche. Konfuzius lobt dort 颜回 Yán Huí, seinen Lieblingsschüler, der in einer elenden Gasse lebte und nur 一箪食,一瓢饮 hatte, „einen Napf Speise und einen Löffel Trank“, wie Couvreur übersetzt (auf unserer Seite Kapitel 6 der Gespräche des Konfuzius). Der dān war ein runder Bambuskorb, und das darin, gekochter Reis, wird hier gelesen, wie in 箪食壶浆 dān sì hú jiāng, „Reis in den Körben, Brühe in den Krügen“. Unsere Seite zu dem Kapitel gibt shí an, die Lesung, die heute die meisten Chinesen geben würden (bei uns also zu korrigieren). Ein anderer wäre daran verzweifelt. Hui verlor seine Freude nicht. Eine Schale Reis genügte ihm.

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Reis und Getreide


der Reis (das rohe Korn); das geschälte Korn
大米 dàmǐ
der Reis (roh)
米饭 mǐfàn
der gekochte Reis
zhōu
der Reisbrei, der Congee
玉米 yùmǐ
der Mais („Jadekorn“)
面粉 miànfěn
das Mehl
主食 zhǔshí
das Grundnahrungsmittel (Reis, Nudeln, Brot)
稀饭 xīfàn
der dünne Reisbrei („verdünnter Reis“)
小米 xiǎomǐ
die Hirse („kleines Korn“)
糯米 nuòmǐ
der Klebreis
小麦 xiǎomài
der Weizen
粮食 liángshi
das Getreide, die Nahrungsvorräte
高粱 gāoliang
die Sorghumhirse
五谷 wǔgǔ
die fünf Getreidearten

Nudeln und Brot

面条 miàntiáo
die Nudeln
miàn
die Nudeln; das Mehl
馒头 mántou
das Dampfbrot
包子 bāozi
das gefüllte Dampfbrötchen
面包 miànbāo
das Brot (nach westlicher Art)
方便面 fāngbiànmiàn
die Instantnudeln („praktische Nudeln“)
烧饼 shāobing
das Sesamfladenbrot aus dem Ofen
花卷 huājuǎn
das gerollte Dampfbrötchen („Blumenrolle“)
馄饨 húntun
die Teigtaschen in Brühe, die Wantans
米粉 mǐfěn
die Reisvermicelli
春卷 chūnjuǎn
die Frühlingsrolle
米线 mǐxiàn
die Reisnudeln (aus Yunnan)
刀削面 dāoxiāomiàn
die messergeschnittenen Nudeln (aus Shanxi)
面食 miànshí
die Gerichte aus Weizenmehl

Soja und Tofu

豆腐 dòufu
der Tofu
豆浆 dòujiāng
die Sojamilch
黄豆 huángdòu
die Sojabohne (der Samen, „gelbe Bohne“)
豆芽 dòuyá
die Sojasprossen
毛豆 máodòu
die grünen Sojabohnen, Edamame („haarige Bohne“)
绿豆 lǜdòu
die Mungbohne („grüne Bohne“)
红豆 hóngdòu
die rote Bohne, die Azukibohne
臭豆腐 chòudòufu
der Stinktofu
豆沙 dòushā
die süße Paste aus roten Bohnen
豆腐干 dòufugān
der getrocknete Tofu
豆腐脑 dòufunǎo
der Seidentofu („Tofuhirn“)
腐竹 fǔzhú
die getrocknete Tofuhaut, Yuba („Tofu-Bambus“)
腐乳 fǔrǔ
der fermentierte Tofu

Eier

鸡蛋 jīdàn
das Ei (Hühnerei)
煮鸡蛋 zhǔ jīdàn
das hart gekochte Ei („gekochtes Ei“)
炒鸡蛋 chǎo jīdàn
das Rührei („gebratene Eier“)
鸭蛋 yādàn
das Entenei
皮蛋 pídàn
das Jahrhundertei („Hautei“)
蛋黄 dànhuáng
das Eigelb
蛋白 dànbái
das Eiklar, das Eiweiß
茶叶蛋 cháyèdàn
das Tee-Ei
咸鸭蛋 xiányādàn
das gesalzene Entenei
荷包蛋 hébāodàn
das Spiegelei („Geldbeutel-Ei“)

Salz, Zucker und Gewürze

yán
das Salz
táng
der Zucker; das Bonbon

der Essig
味精 wèijīng
das Glutamat („Essenz des Geschmacks“)
胡椒 hújiāo
der Pfeffer
花椒 huājiāo
der Sichuanpfeffer
芝麻 zhīma
der Sesam
调料 tiáoliào
die Würzmittel, das Würzen
八角 bājiǎo
der Sternanis („acht Hörner“)
桂皮 guìpí
der chinesische Zimt (die Kassia)
五香粉 wǔxiāngfěn
das Fünf-Gewürze-Pulver
孜然 zīrán
der Kreuzkümmel
芥末 jièmo
der Senf; der Wasabi

Öl und Saucen

yóu
das Öl; das Fett
酱油 jiàngyóu
die Sojasauce
花生油 huāshēngyóu
das Erdnussöl
香油 xiāngyóu
das Sesamöl („duftendes Öl“)
辣椒酱 làjiāojiàng
die Chilisauce
番茄酱 fānqiéjiàng
der Ketchup („Tomatensauce“)
蚝油 háoyóu
die Austernsauce
豆瓣酱 dòubànjiàng
die scharfe Saubohnenpaste (aus Sichuan)
甜面酱 tiánmiànjiàng
die süße Weizensauce (die zur Pekingente)
豆豉 dòuchǐ
die fermentierten schwarzen Bohnen
沙拉酱 shālājiàng
die Mayonnaise („Salatsauce“)

Milch und Milchprodukte

牛奶 niúnǎi
die Milch (Kuhmilch)
酸奶 suānnǎi
der Joghurt („saure Milch“)
冰淇淋 bīngqílín
das Eis, die Eiscreme
奶酪 nǎilào
der Käse
黄油 huángyóu
die Butter („gelbes Fett“)
奶油 nǎiyóu
die Sahne
奶粉 nǎifěn
das Milchpulver
羊奶 yángnǎi
die Ziegenmilch, die Schafsmilch
乳制品 rǔzhìpǐn
die Milchprodukte
乳糖 rǔtáng
die Laktose, der Milchzucker
双皮奶 shuāngpínǎi
der Milchpudding „mit doppelter Haut“ (kantonesisch)

Süßigkeiten und Desserts

甜点 tiándiǎn
der Nachtisch, das Dessert
蛋糕 dàngāo
der Kuchen, die Torte
饼干 bǐnggān
der Keks
巧克力 qiǎokèlì
die Schokolade
糖果 tángguǒ
die Bonbons, die Süßwaren
零食 língshí
die Knabbereien, die Snacks
点心 diǎnxin
das Kleingebäck; die Dim Sum
蜂蜜 fēngmì
der Honig
雪糕 xuěgāo
das Eis am Stiel („Schneekuchen“)
红糖 hóngtáng
der braune Zucker („roter Zucker“)
冰糖 bīngtáng
der Kandiszucker („Eiszucker“)
龟苓膏 guīlínggāo
das Schildkrötengelee (medizinisches Dessert)
绿豆汤 lǜdòutāng
die süße Mungbohnensuppe
蛋挞 dàntà
das Eiertörtchen (Macau, Hongkong)

Die Speisekammer in Redewendungen

生米煮成熟饭 shēngmǐ zhǔchéng shúfàn
aus rohem Reis ist gekochter Reis geworden: was geschehen ist, ist geschehen
柴米油盐 chái mǐ yóu yán
Brennholz, Reis, Öl und Salz: die Sorgen des Alltags
鸡蛋里挑骨头 jīdàn li tiāo gǔtou
im Ei nach Knochen suchen: das Haar in der Suppe suchen
添油加醋 tiān yóu jiā cù
Öl und Essig dazugeben: übertreiben, ausschmücken
甜言蜜语 tián yán mì yǔ
Worte aus Zucker und Honig, schöne Worte
民以食为天 mín yǐ shí wéi tiān
für das Volk ist das Essen der Himmel
画饼充饥 huà bǐng chōng jī
einen Fladen malen, um den Hunger zu überlisten
以卵击石 yǐ luǎn jī shí
ein Ei gegen einen Stein werfen: ein von vornherein verlorener Kampf
不为五斗米折腰 bú wèi wǔ dǒu mǐ zhé yāo
nicht für fünf Scheffel Reis den Rücken krümmen
芝麻开花节节高 zhīma kāihuā jiéjié gāo
wie die Sesamblüte mit jedem Knoten eine Stufe höher steigen
捡了芝麻,丢了西瓜 jiǎnle zhīma, diūle xīguā
den Sesam aufheben und die Wassermelone verlieren
粒粒皆辛苦 lìlì jiē xīnkǔ
jedes Korn hat Mühe gekostet
豆腐渣工程 dòufuzhā gōngchéng
der Pfusch am Bau („Tofutrester-Baustelle“)

Die Speisekammer in Wörtern des Alltags

加油 jiāyóu
los! Kopf hoch! („Öl nachgießen“)
粉丝 fěnsī
die Glasnudeln; die Fans
铁饭碗 tiěfànwǎn
die Stelle auf Lebenszeit („eiserne Reisschale“)
面包车 miànbāochē
der Kleinbus („Brotauto“)
米色 mǐsè
beige („Reisfarbe“)
蛋白质 dànbáizhì
die Proteine
吃软饭 chī ruǎnfàn
sich von der Partnerin aushalten lassen („weichen Reis essen“)
饭桶 fàntǒng
der Nichtsnutz („Reiseimer“)
打酱油 dǎ jiàngyóu
nur zufällig vorbeikommen („Sojasauce kaufen gehen“)
老油条 lǎoyóutiáo
das alte Schlitzohr („alte frittierte Teigstange“)
炒冷饭 chǎo lěngfàn
alte Kamellen aufwärmen („kalten Reis braten“)
糖衣炮弹 tángyī pàodàn
die getarnte Bestechung („zuckerüberzogene Granate“)

Beispielsätze

早上我喝一杯牛奶,吃一个鸡蛋。
Zǎoshang wǒ hē yì bēi niúnǎi, chī yí ge jīdàn.
Morgens trinke ich ein Glas Milch und esse ein Ei.
南方人爱吃米饭,北方人爱吃面条。
Nánfāng rén ài chī mǐfàn, běifāng rén ài chī miàntiáo.
Im Süden isst man gern Reis, im Norden Nudeln.
这个包子是肉的还是素的?
Zhège bāozi shì ròu de háishi sù de?
Ist dieses Brötchen mit Fleisch oder mit Gemüse gefüllt?
你要不要加一点醋?
Nǐ yào bu yào jiā yìdiǎn cù?
Möchtest du etwas Essig?
汤里的盐放得太多了。
Tāng li de yán fàng de tài duō le.
In der Suppe ist zu viel Salz.
夏天吃冰淇淋最舒服了。
Xiàtiān chī bīngqílín zuì shūfu le.
Im Sommer geht nichts über ein Eis.
这块蛋糕太甜了。
Zhè kuài dàngāo tài tián le.
Dieser Kuchen ist zu süß.
加油!你一定能行!
Jiāyóu! Nǐ yídìng néng xíng!
Kopf hoch! Du schaffst das!
我喝牛奶会肚子疼,所以只喝酸奶。
Wǒ hē niúnǎi huì dùzi téng, suǒyǐ zhǐ hē suānnǎi.
Von Milch bekomme ich Bauchschmerzen, deshalb esse ich nur Joghurt.
做麻婆豆腐一定要放花椒。
Zuò mápó dòufu yídìng yào fàng huājiāo.
Für Mapo-Tofu braucht man unbedingt Sichuanpfeffer.
臭豆腐闻起来臭,吃起来香。
Chòudòufu wén qilai chòu, chī qilai xiāng.
Stinktofu riecht übel, aber er schmeckt köstlich.
他考上了公务员,端上了铁饭碗。
Tā kǎoshangle gōngwùyuán, duānshangle tiěfànwǎn.
Er hat die Beamtenprüfung bestanden: Jetzt hat er seine eiserne Reisschale.
超市里的方便面有几十种口味。
Chāoshì li de fāngbiànmiàn yǒu jǐ shí zhǒng kǒuwèi.
Im Supermarkt gibt es Instantnudeln in Dutzenden von Geschmacksrichtungen.
皮蛋豆腐是一道很简单的凉菜。
Pídàn dòufu shì yí dào hěn jiǎndān de liángcài.
Tofu mit Jahrhunderteiern ist eine ganz einfache kalte Vorspeise.
别再炒冷饭了,说些新的吧。
Bié zài chǎo lěngfàn le, shuō xiē xīn de ba.
Hör auf, alte Kamellen aufzuwärmen, erzähl uns etwas Neues.
结婚五年了,他们过的就是柴米油盐的日子。
Jiéhūn wǔ nián le, tāmen guò de jiù shì chái mǐ yóu yán de rìzi.
Seit fünf Jahren verheiratet, leben sie das Leben von Brennholz, Reis, Öl und Salz.
我就是来打酱油的,你们继续。
Wǒ jiù shì lái dǎ jiàngyóu de, nǐmen jìxù.
Ich bin nur zufällig hier, macht ruhig weiter.
事情已经生米煮成熟饭了,后悔也没用。
Shìqing yǐjīng shēngmǐ zhǔchéng shúfàn le, hòuhuǐ yě méi yòng.
Es ist nun einmal geschehen, Bedauern ändert nichts mehr daran.
他总是鸡蛋里挑骨头,谁都受不了他。
Tā zǒngshì jīdàn li tiāo gǔtou, shéi dōu shòu bu liǎo tā.
Er sucht immer das Haar in der Suppe, niemand hält es mit ihm aus.
光说不做,那是画饼充饥。
Guāng shuō bú zuò, nà shì huà bǐng chōng jī.
Reden, ohne zu handeln, heißt, einen Fladen zu malen, um den Hunger zu überlisten.
谁知盘中餐,粒粒皆辛苦。
Shéi zhī pán zhōng cān, lìlì jiē xīnkǔ.
Wer weiß, dass auf dem Teller jedes Korn Mühe gekostet hat?
为了省几块钱跑那么远,真是捡了芝麻,丢了西瓜。
Wèile shěng jǐ kuài qián pǎo nàme yuǎn, zhēn shì jiǎnle zhīma, diūle xīguā.
So weit zu fahren, um ein paar Yuan zu sparen, heißt, den Sesam aufzuheben und die Wassermelone zu verlieren.
陶渊明不为五斗米折腰,回家种地去了。
Táo Yuānmíng bú wèi wǔ dǒu mǐ zhé yāo, huí jiā zhòng dì qu le.
Tao Yuanming weigerte sich, für fünf Scheffel Reis den Rücken zu krümmen, und kehrte heim, um seine Felder zu bestellen.
民以食为天,吃饭是头等大事。
Mín yǐ shí wéi tiān, chīfàn shì tóuděng dàshì.
„Für das Volk ist das Essen der Himmel“: Die Mahlzeit geht allem vor.
一箪食,一瓢饮,在陋巷,人不堪其忧,回也不改其乐。
Yì dān sì, yì piáo yǐn, zài lòu xiàng, rén bù kān qí yōu, Huí yě bù gǎi qí lè.
Er wohnte in einer elenden Gasse und hatte nur einen Napf Speise und einen Löffel Trank. Ein anderer, der sich so mittellos gesehen hätte, wäre von unerträglichem Kummer erfüllt gewesen. Hui war immer zufrieden.

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