Als Ton (声调 , wörtlich „Laut“ 声 + „Modulation“ 调 ⟶ „Modulation des Lautes“) bezeichnet man die melodische Höhe, die jede Silbe des Chinesischen begleitet. Sie ist kein Schmuck: Der Ton gehört zum Wort, genauso wie ein Konsonant.
Vier Zeichen zeigen das besser als eine lange Erklärung. 妈 , 麻 , 马 und 骂 werden alle „ma“ ausgesprochen. Nur die Intonation trennt sie, und sie genügt, um von „Mama“ zu „Hanf“ zu kommen, dann zu „Pferd“, dann zu „beschimpfen“. Wer im Deutschen die Stimme am Satzende steigen lässt, aus dem Reflex der Frage heraus, sagt daher oft etwas anderes, als er meint.
Vorgehen
Wählen Sie unten eine Silbe, indem Sie auf ihre Karte klicken. Hören Sie den chinesischen Sprecher und nehmen Sie sich dann mit der Karte rechts auf: Der Browser fragt nach der Erlaubnis, das Mikrofon zu benutzen, und die Aufnahme endet nach drei Sekunden von selbst.
Klicken Sie anschließend auf „Überlagern und auswerten“. Die beiden Tonhöhenkurven legen sich übereinander, auf dieselbe Länge gebracht, und Sie sehen auf einen Blick, wo Ihre vom Modell abweicht.
Achtung: Die Übung beurteilt nur die Intonation, also den Ton der Silbe. Über den Laut selbst (das „ma“) sagt sie nichts. Und der Ton des Sprechers ist bewusst übertrieben: Es ist ein Übungsmodell, kein Gespräch.
Sie sind dran.


