杜牧
七言绝句
Erklärungen der Zeichen
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清
„klar, rein“. 清明 „Qingming“, das Fest der Toten (April).
明
„klar, hell“. 清明 bezeichnet sowohl das Fest als auch die Jahreszeit.
时
„Zeit, Saison“. 时节 „die Jahreszeit, die Periode“.
节
„Fest, Periode“. 时节 „die Zeit des Festes“.
雨
„Regen“. 雨纷纷 „der Regen fällt in Strömen“.
纷
„durcheinander, reichlich“. 纷纷 (verdoppelt) „endlos“.
纷
„reichlich“. 纷纷 betont: „der Regen hört nicht auf zu fallen“.
路
„Straße, Weg“. 路上 „auf dem Weg“.
上
„auf“. 路上 „unterwegs“.
行
„gehen, wandern“. 行人 „der Passant“.
人
„Mensch, Person“. 行人 „der Wanderer auf dem Weg“.
欲
„im Begriff sein, nahe an“. 欲断魂 „zum Zerspringen traurig“.
断
„brechen, zerreißen“. 断魂 „die zerrissene Seele“.
魂
„Seele“. 断魂 „von Kummer überwältigt“.
借
„ausleihen; (借问) sich erkundigen“. 借问 „darf ich fragen“.
问
„fragen, erkundigen“. 借问 „er fragt“.
酒
„Alkohol, Wein“. 酒家 „die Taverne“.
家
„Haus; Etablissement“. 酒家 „die Kneipe, wo man trinkt“.
何
„welch, wo“. 何处 „an welchem Ort“.
处
„Ort, Stelle“. 何处有 „wo gibt es das?“.
有
„haben, es gibt“. 何处有 „wo kann man das finden?“.
牧
„hüten (Vieh); Hirte“. 牧童 „der junge Hirte“.
童
„Kind“. 牧童 „das Kind, das Büffel hütet“.
遥
„fern, in der Ferne“. 遥指 „zeigt in die Ferne“.
指
„mit dem Finger zeigen“. 遥指 „er zeigt in die Ferne“.
杏
„Aprikosenbaum“. 杏花 „Aprikosenblüten“.
花
„Blume“. 杏花 „Aprikosenblüten“.
村
„Dorf“. 杏花村 „das Dorf der Aprikosenblüten“.
Wörtliche Übersetzung
Zur Zeit des Qingming fällt der Regen unablässig;
Auf dem Weg hat der Wanderer eine zerrissene Seele.
„Wo gibt es eine Taverne?“, fragt er;
Der Hirtenjunge zeigt in der Ferne auf das Dorf der Aprikosenblüten.
Historischer und biografischer Kontext
Dieses Gedicht, 清明 (), spielt während des Qingming-Fests, eines Tages, an dem man der Verstorbenen gedenkt; unter dem Regen sucht ein melancholischer Reisender Trost.
Literarische Analyse
Struktur und Form
Vierzeiler mit sieben Zeichen pro Zeile, aufgebaut wie eine kleine dialogische Szene: die regnerische Kulisse, der traurige Reisende, seine Frage, die stumme Antwort des Kindes.
Bildsprache und Symbolik
Der feine Regen des Qingming durchzieht das ganze Gedicht mit einer sanften Melancholie; das „Dorf der Aprikosenblüten“ erscheint als vielversprechender Lichtblick des Trostes.
Bewegung und Gestik
Die Geste des Kindes, das „in die Ferne zeigt“, beschließt das Gedicht mit einem offenen Bild voller Frische und Hoffnung.
Sprache und Ton
Klare, fast gesprochene Sprache; der Ton wandelt sich von Traurigkeit zu einer beruhigten und lebendigen Note mit dem Auftauchen des Hirtenjungen.
Hauptthemen
Trauer und Erinnerung
Das Qingming-Fest, gewidmet den Toten, verleiht dem Gedicht eine melancholische Grundstimmung.
Trost und Hoffnung
Die Taverne und das blühende Dorf bieten am Ende des Weges mögliche Linderung.
Genreszene
In vier Versen malt Du Mu ein lebendiges Bild des Alltagslebens im Frühlingsregen.